Matthias Laurenz Gräff, Offizielle Webseite

Graff-Familien-Forschung


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Graff scheint als Name diverser wappenführender Familien, unterteilt in adelige Geschlechter und bürgerliche Familien des deutschsprachigen Raumes auf. Diese stehen ohne erwiesenen Zusammenhang zueinander.


      Adelige Geschlechter

Graff (Westfalen)

Dieses Geschlecht stammt aus [[Westfalen]], wurde erstmalig 1340 genannt, und war bis in das 17. Jahrhundert auch im Rheinland begütert. Diese Familie ist erloschen.

 

=== Graff (Altmark) ===

[[Datei:Von Graff, von Grave (Familienwappen).jpg|mini|180px|Wappen de Graff, von Grave]]

Diese Familie wurde auch Graf oder Grave geschrieben, und war im Laufe des 17. Jahrhunderts in der Altmark begütert. Die Familie soll niederländischen Ursprungs sein. Dadurch wurde diese Familie in eine familiäre Nähe zu den [[De Graeff]] gestellt,<ref>[https://books.google.at/books?id=QAtTAAAAcAAJ&pg=PA101&dq=de+graef+altmark&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi2mZqhg_jNAhUInBoKHU3xAz4Q6AEIJTAC#v=onepage&q=de%20graef%20altmark&f=false Der deutsche Herold: Zeitschrift für Wappen-, Siegel- u. Familienkunde, Band 3, S. 101, ''Zur Familie de Graeff'']</ref><ref>[https://books.google.at/books?id=QAtTAAAAcAAJ&pg=PA91 Der deutsche Herold: Zeitschrift für Wappen-, Siegel- u. Familienkunde, Band 3, S. 92, ''Nachrichten über die Familie de Graeff'']</ref> was aber aufgrund eines diversen Wappen auszuschließen ist. Im früheren 18. Jahrhundert scheint diese Familie aus der Altmark verschwunden sein. 1739 siegelte noch Heinrich Friedrich von Graff, Fähnrich im Regiment Goltz, mit dem Familienwappen mit den sieben Rauten. Seine Mutter entstammte denn [[Schierstedt (Adelsgeschlecht) |Von Schierstedt]].<ref>Adels lexicon der preussischen Monarchie, S. 280, herausgegeben von Leopold von Ledebur, 1855</ref> Dieses Geschlecht ist in weiterer Folge im Mannesstamm ausgestorben.

 

==== Josua Georg de Graff ====

Josua Georg de Graff (auch ''de Grave, de Graf, de Gref'' sowie ''Josua Georg de Graff zu Jahme''; gest. um 1699) war der Sohn eines Kapitäns (Hauptmann), der wohl aus dem niederländisch-belgischen Gebiet abstammte.<ref>[https://books.google.at/books?id=QAtTAAAAcAAJ&pg=PA91 Der deutsche Herold: Zeitschrift für Wappen-, Siegel- u. Familienkunde, Band 3, S. 92, ''Nachrichten über die Familie de Graeff'']</ref> Durch die Ehe mit Elisabeth Sophie von Rintorff verpflanzte sich die Familie in die sächsischen [[Altmark]] und nach [[Brandenburg]]-[[Preußen]]. Josua Georg de Grave ist aufgrund seines mütterlichen Erbgutes Mochow nördlich [[Wittenberg]]s nach Sachsen gekommen. Zwischen 1663 und 1699 scheint er als Gutsherr auf Welle ([[Stendal]]) auf. Er besaß weiters die Güter Mochow (nördlich von Wittenberg), Jahmo (Kreis Wittenberg) und Flessau (Osterburg). 1681 war er in einen Prozess mit seinem Pächter Andreas Stolle auf Gut Jahmo involviert. Er stand anfangs als Gefreiter-Korporal im ''kurbrandenburgischen Infanterieregiment Von Schwerin''; sein höchster Dienstgrad war der eines Leutnants. Er hinterließ mit George Ludwig de Grave (de Graff) wohl nur einen Sohn und Erben.<ref>[https://books.google.at/books?id=QAtTAAAAcAAJ&pg=PA101&dq=de+graef+altmark&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi2mZqhg_jNAhUInBoKHU3xAz4Q6AEIJTAC#v=onepage&q=de%20graef%20altmark&f=false Der deutsche Herold: Zeitschrift für Wappen-, Siegel- u. Familienkunde, Band 3, S. 101, ''Zur Familie de Graeff'']</ref>

 

=== Graff (unbekannte Provenienz) ===

Ein Angehöriger dieser Familie oder dieses Zweiges, Mathias Graff, wurde 1605 in den Adelsstand versetzt. Es sind keine lebenden Nachkommen bekannt.

 

=== Graff (Österreich) ===

Die adlige Linie dieser Familie startet mit [[Johann Anton Graff]] (1741–1807), österreichischer Generalmajor, der 1763 in den [[Freiherrenstand]] erhoben wurde. Sein Sohn [[Anton Graff (Offizier)|Anton Graff]] (1769–1805) war ebenfalls Militär in österreichischen Diensten. die Familie ist im Mannesstamm erloschen.

 

Wappen:<ref>Oestr. Militär-Konversat.-Lexikon. Herausgeg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 783. – Freiherrn-Diplom vom 22. Oct. 1763.</ref> Gevierter Schild mit Herzschild. Herzschild: In Roth ein aufgerichteter rechtsschreitender goldener Löwe, in der rechten Pranke ein entblößtes Schwert haltend. 1 u. 4 in Blau eine weiße Mauer aus Quadern mit drei Schießlöchern und drei Zinnen. 2 u. 3 in Gold ein einwärtsgekehrter schwarzer Adler mit offenem Schnabel, rot ausgeschlagener Zunge, ausgebreiteten Flügeln und von sich gestreckten Krallen. Den Schild deckt die Freiherrnkrone; auf derselben stehen drei gekrönte Helme; auf dem rechten Helme der Adler von 2 u. 3, auf dem mittleren der Löwe des Herzschildes, auf dem linken ein mit den Sachsen nach innen gekehrter blauer Adlerflügel aus einer weißen Quadermauer hervorwachsend.

 

=== Graff zu Kampill und Ehrenfeld (Tirol) ===

Stammherren dieser Familie Graff, auch Graf, sind die Gebrüder [[Johann Jakob Graff von Ehrenfeld]], Bürgermeister von [[Bozen]] von 1765 bis 1770, und Franz Graff, welche 1769 mit dem Prädikat ''zu Kampill'' in den Adelsstand erhoben wurden. Johann Jakob Graff erhielt als Kommandant der Tiroler Landesschützen 1801 den [[Maria-Theresien-Orden|Maria Theresien Orden]] und wurde dadurch mit dem Prädikat ''von Ehrenfeld'' in den freiherrlichen Stand erhoben. Diese Familie ist um 1814 erloschen.

 

Wappen:<ref>Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld und Dr. Meynert (Wien 1851 u. f.) II. Bd. S. 782. – Hirtenfeld (J. Dr.), Der Militär-Maria-Theresien-Orden (Wien 1857, Staatsdruck., 4°.) S. 617 u. 1743.</ref> ''Gevierter Schild mit Herzschild. Herzschild: in Silber ein roter gekrönter Adler mit ausgebreiteten Flügeln. 1 u. 4 in Gold ein schwarzer Greif, 2 u. 3 in Roth eine silberne, im Schnabel einen Ölzweig tragende, dem rechten oberen Winkel zufliegende Taube. Den Schild deckt die Freiherrnkrone; auf derselben drei gekrönte Helme, deren mittlerer ins Visier gestellt, die äußern zu einander gekehrt sind. Auf dem rechten Helme ist der Greif von 1 u. 4 links gewendet; auf dem linken drei vorwärts geneigte Straußfedern, die erste und dritte rot, die mittlere silber''.

 

=== Graff von Gräffenberg ===

Dieses Geschlecht nahm mit zwei Cousins namens Graff ihren Ursprung, die 1571 das Prädikat ''von Gräffenberg'' erhielten. Das Geschlecht ist abgestorben.

 

=== Graff von Graffenfeld (Leipzig) ===

Johann Graff der Ältere wurde 1679 in den Adelsstand erhoben, und mit dem Prädikat Graffenfeld bedacht. Sein Stamm ist erloschen.

 

=== Graff von Ortenberg (Österreich) ===

Eine Familie, die 1812 durch Simen (Simon Graff, Hauptmann in der österreichischen Armee, mit dem Prädikat ''von Ortenberg'' nobilitiert wurde. Die Familie gilt als im Mannesstamm erloschen.

 

=== Graff zu Graffenstein (Österreich) ===

Der [[Kaiserlich-königlich|kk]] Oberleutnant Josef von Graff wurde 1763 mit dem Prädikat ''zu Graffenstein'' in den Freiherrenstand erhoben.

 

=== Graff von Daruvár (Ungarn) ===

Adelsstand für Carl Graff als Haupterwerber und für seine Kinder Koloman Mathäus, Elisabet und Emilie als Nebenerwerber.

 

Wappen: In Blau ein pfalweise aufgerichteter Schiffsanker, mit durch das Öhr gezogenem Tau. – Kleinod: Zwischen offenem Fluge, drei (1, 2) goldene Sterne – Decken: braun<ref>[https://www.arcanum.com/hu/online-kiadvanyok/Siebmacher-siebmacher-wappenbuch-1/der-adel-von-ungarn-magyarorszag-2/csaladok-29/graff-v-daruvar-284C/ Graff von Daruvár in Siebmachers Wapppenbuch, Der Adel von Ungarn]</ref>

 

=== Graff de Pancsova (Österreich) ===

Die Familie stammt aus [[Poysdorf]] in Niederöstereich. Stammherr ist Karl Graff, verheiratet mit Susanna, und Vater des am 1. Oktober 1762 geborenen Sohnes Johann Paul Graff. Dieser wanderte in das Banat, in die damalige [[Militärgrenze|Österreichische Militärgrenze]] aus. Er wurde in [[Pancsova]] als Schreinermeister ansässig. Sein Sohn war Bartholomäus Graff war als Kaufmann tätig, und erbaute das Stadthaus in Pancsova. Dessen Sohn Wilhelm Hermann Graff (geb. 1813) war Bürgermeister und Apotheker ebendort, und mit Elisabeth Zoldy de Zold verehelicht. Sein Sohn [[Ludwig Graff de Pancsova]] (1851–1924), Zoologe, Rektor an der [[Karl-Franzens-Universität]] in Graz, erlangte 1881 den Adelsstand mit dem Prädikat ''de Pancsova''. die Familie blüht noch heutzutage.<ref>Genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser Österreichs, Band 1, S. 272, O. Maass' Söhne.</ref>

 

== Ohne Anschluss ==

* Vinzenz Baron Graff, k. f. Landesgerichtsrat in Innsbruck, 1847 Tiroler Oberschützenmeister<ref>[https://books.google.at/books?id=yFNOAAAAcAAJ&pg=PA120&lpg=PA120&dq=vincenz+baron+graff&source=bl&ots=Gyn37ElmD8&sig=ACfU3U3PuRX-WvhHAkih_v1yaa8Y5v6Ymw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwity_mviaLyAhWO66QKHSS7BEcQ6AF6BAgUEAI#v=onepage&q=vincenz%20baron%20graff&f=true Tiroler Schützen-Zeitung. Für alle Schützenfreunde, Band 2, S. 121]</ref>

 

== Bürgerliche Familien ==

=== Graff (Leipzig) ===

Johann Graff senior (geb. 1638 in Dresden; gest. 1702 in Leipzig), Kaufmann zu Leipzig verfügte über folgendes Wappen: ''Im Schild ein achtstrahliger Stern, der sich auf dem Helm zwischen zwei Flügeln wiederholt''.<ref>Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 5 (Bürgerliche Geschlechter Deutschlands und der Schweiz), 3. Abt.:

Zweitausend bürgerliche Wappen, Nürnberg 1888, S. 24. Tafel 27</ref>

 

=== Graff (Reval) ===

Diese Familie Graff war in [[Tallinn|Reval, dem heutigen Tallinn]], ansässig. Ein Waldemar Graff wird 1743 genannt. Das Wappen ist wie folgt: ''Auf einem Boden zwei Bäume hinter denen ein Ross hervorspringt. Helm: wachsendes Ross''.<ref>Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 5 (Bürgerliche Geschlechter Deutschlands und der Schweiz), 3. Abt.:

Zweitausend bürgerliche Wappen, Nürnberg 1888, 79. Tafel 85</ref>

 

=== Graff (Bergisches Land) ===

Aus dieser Familie werden folgende Richter des [[Amt Löwenburg|Amtes Löwenburg]] genannt: Johann Wilhelm Graff (begraben in [[Vilich]]), Melchior Graff (begraben im Ramersdorf) und Johann Hermann Graff (gest. 1766). Ein weiteres Familienmitglied war Franz Anton Bernhard Ottokar Graff (* 1733). Wappen wie folgt: ''G. Balken begleitet von drei g. Sternen in B. Decken b. g.''<ref>Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 5 (Bürgerliche Geschlechter Deutschlands und der Schweiz), 4. Abt.: Zweitausend bürgerliche Wappen, Nürnberg 1890, 83. Tafel 91</ref>

 

== Quelle ==

* [https://books.google.at/books?id=DBcXAAAAYAAJ&pg=PA55&dq=graff+grave+graf+%C3%B6sterr+generalmajor+stammbuch%23&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwj928j1kaHyAhVPXRoKHdYLDy4Q6AEwAHoECAkQAg#v=onepage&q=graff%20grave%20graf%20%C3%B6sterr%20generalmajor%20stammbuch%23&f=false Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland, Band 2, S. 55, herausgegeben von Otto Titan von Hefner (1863)] 

 

== Einzelnachweise ==

<references />

 

[[Kategorie:Familie]]