Interview


                 August 2014, Interview auf www.kunst.ag

 

 
Mag. art. Matthias Laurenz Gräff
Mitglied seit dem 09.08.2014
Malerei, Zeichnung
Expressionismus, expressiver Realismus, Pop Art

10 Fragen an Matthias Laurenz Graeff

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Ich stamme teils aus einer Künstlerfamilie mit ihren Vor- und auch Nachteilen. Vater akademischer Maler, Mutter Kunstprofessorin, Großvater Architekt mit Hang zum Zeichen und Aquarellieren... Da hatte ich von Anfang an schon eine gewisse einseitige Prägung und Vorgabe was auch mein Interesse erweckte. Ich fühlte mich eigentlich immer als Künstler.
2. Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?
Das änderte sich bei mir mit dem Alter. Als "frisch begonnener" Maler mit 20 wollte ich es den großen Meistern gleichtun. Große eigenständige Kompositionen voller geistigen, philosophischen, literarischen und historischen Inhalten. Nun versuche ich mein bis dato geschaffenes Werk mit etwa 260 Ölgemälden in allen künstlerischen Sujets zu verbessern.
3. Wo entstehen Ihre Kunstwerke?
Ich bin ein Ateliermaler. Manchmal gehe ich auch in die "Landschaft" um vor der Natur zu malen. Geistig entstehen sie durch das Interesse an der Geschichte, Literatur, Religion und anhand der eigenen Wünsche, Vorstellungen und der Lebenssituation.
4. Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?
Erstmals durch immerfortwährendes Zeichnen ab dem Kleindkindalter. Später durch den Besuch der Sommerakademie Geras und durch meine Studien an der New Design University St. Pölten und der Universität für Angewandte Kunst in Wien . Das meiste lernte ich aber durch meine künstlerische Arbeit, abgeschottet im Atelier und in der Natur des Waldviertels.
5. Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?
Es gibt viele Versatzstücke über Aussagen oder Begegnungen mit meinen Werken. Der Aussage, dass ich wie Egon Schiele zeichnen kann hörte ich sowohl von meinem Professor an der Universität sowie von einigen anderen Koryphäen.
6. In 3 Sätzen: Warum machen Sie Kunst?
Weil ich innerlich mit dem Kunstschaffen verbunden bin. Es passt am besten zu meiner Person. Ich habe - zurückblickend - mich aber seit jeher nicht nur als "reiner Maler" verstanden, sondern auch als Architekt und Historiker; dieses Interesse lasse ich immer wieder in meine Arbeit einfließen.
7. Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?
Ölmalerei, aus meiner Tradition und meinem Verständnis zur Kunst heraus. Sie ist die gehaltvollste Farbe, satt, wuchtig und gut anwendbar.
8. Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?
Das richtet sich nach dem Sujet - Ateliermalerei oder Landschaftsmalerei - und nach der Formatgröße. Im Atelier habe ich mehr Zeit mich genauer in das Detail einzuarbeiten, Verbesserungen durchzuführen als in der Landschaft wo ich aufgrund der äußeren Umstände schnell Alla prima male.
9. Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?
Ja, im Kindesalter mein Vater, später diverse große Meister der Kunstgeschichte wie Van Gogh, Kokoschka, El Creco und Rembrandt und einfach die Vorstellung es als Maler zu schaffen, es den Großen in der Anmutung und Ausstrahlung gleichzutun. Heutzutage schaue ich auf mich; meine Intentionen und Ziele sind auch ohne Vorbilder durch mich schaffbar.
10. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt, die Sie hier gerne noch beantworten möchten?
I. Möchten Sie als Maler berühmt werden?Bis zu einem gewissen Grad schon... Man soll aber nicht zu überbewertet werden! Von den anderen nicht und von sich Selbst schon gar nicht! --- II. Haben Sie als Künstler eine Aufgabe?Ja, gewiss. Kunst ist Ethik, Poesie, Kraft und Erkenntnis zum Reinen und Guten. Das ist auch im 21. Jahrhundert unsere Aufgabe.